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Patientennahe Labordiagnostik

Der Wunsch, eine Diagnose so schnell wie möglich und noch am „Ort des Geschehens“, also beim Patienten zu stellen, ist so alt wie die Medizin selbst. Je größer das Spezialwissen wurde, desto mehr zentralisierte sich die Labormedizin.


Foto: fotolia

Die Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Analyseergebnisse ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Labormedizin. Mit dieser Forderung und der Implementierung von umfassenden Qualitätsmanagementsystemen hat sich die Analytik zunehmend in großen Zentren etabliert. Teure Medizinprodukte und hochspezialisierte Verfahren haben den Trend verstärkt. Verlässlich können hier große Probenmengen sehr kosteneffektiv abgearbeitet werden. Wo viel Licht ist, ist bekanntlich aber auch viel Schatten: Eine Logistik für den Probentransport ist erforderlich und die zeitliche Flexibilität nicht immer gegeben. Eine patientennahe Labordiagnostik gewährleistet im Gegensatz dazu mitunter sehr kurze Analysenzeiten.
Insgesamt bezeichnet die patientennahe Labordiagnostik oder Sofortdiagnostik (Point of Care Testing, POCT) all jene labormedizinische Verfahren, die direkt am Patientenbett oder in unmittelbarer Nähe zum Patienten zur Anwendung kommen. Eine einheitliche, allgemein akzeptierte Definition existiert aber nicht. Ob ein Test in einem Zentrallabor oder am Patientenbett durchgeführt werden soll, ist in erster Linie eine (ablauf-)organisatorische Entscheidung. Das entscheidende Kriterium muss das bessere Patientenergebnis sein. Bringt das rasche, aber möglicherweise ungenauere Ergebnis einen Vorteil, weil zum Beispiel die Therapieentscheidung rascher getroffen werden kann, dann ist das POCT vorzuziehen.

Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Während die patientennahe Labordiagnostik zunächst auf die Blutglukosebestimmungen und die Messung von Vitalparametern beschränkt war, hat sich das Spektrum der Anwendungsgebiete kontinuierlich ausgeweitet. Die Gründe liegen auf der Hand: Einerseits existieren neue Analyseverfahren, neue Medizintechnik durchdringt den Markt und die Palette der messbaren Parameter weitet sich aus. Nicht zuletzt ist auch der Trend hin zur „Absicherungsmedizin“ dafür verantwortlich, dass POCT immer neue Anwendungsgebiete erschließt. Sie reichen mittlerweile vom Drogenscreening über die Urindiagnostik bis hin zur Bestimmung von okkultem Blut im Stuhl. Mögliche POCT-Einsatzgebiete sind zum Beispiel in Spitälern ohne eigenes Labor oder außerhalb der Dienstzeiten von Zentrallabors, bei Notarzteinsätzen oder im niedergelassenen Bereich, aber auch in der Hauskrankenpflege oder bei der Patientenselbstkontrolle.
Wohin sich POCT in den nächsten Jahren entwickeln wird, ist aber nicht unbedingt eine Frage der technologischen Möglichkeiten, sondern viel mehr eine Frage der Vergütung durch die Krankenversicherungen. Kürzere Wartezeiten auf Diagnose und Therapie legen den Schluss nahe, dass mittels POCT durchaus ökonomische Vorteile erzielt werden können, jedoch stehen dem gegenüber die höheren Kosten der Einzelanalytik und der größere Personalbedarf. Evidenz, dass sich auch die Patientenversorgung verbessert, gibt es derzeit noch wenig.

Die Zukunft hat begonnen

In Europa noch wenig verbreitet sind sogenannte „Lab-on-a-chip“-Systeme (LOCs), die verschiedene labordiagnostische Verfahren auf einem Chip integrieren. Sie arbeiten auf Basis von Biomarkern und benötigen – nicht zuletzt aufgrund ihrer geringen Größe – auch nur ein sehr geringes Reaktionsvolumen. Zudem sind keine Schritte zur Probenvorbereitung oder Pipettierung erforderlich. Mit der Identifizierung neuer Biomarker werden auch mehr LOC-basierte Testverfahren entwickelt werden.
Derzeit sind oft noch separate Ausleseeinheiten erforderlich, die aber zunehmend durch gängige Endgeräte wie Smartphones und Tablets ersetzt werden. LOC-basierte Diagnostiksysteme eignen sich besonders für den Einsatz in Gebieten mit unzureichender Laborinfrastruktur oder bei Epidemien. Als maßgebliche Kriterien für eine erfolgreiche Marktdurchdringung von LOCs gelten ebenso wie bei POCT eine hohe Validität, Reliabilität, Spezifität und Sensitivität der Testergebnisse. Außerdem ist eine gute Handhabbarkeit wichtig. rh

Merkmale des POCT auf einen Blick

  • Laboruntersuchungen werden in unmittelbarer Nähe zum Patienten durchgeführt.
  • Es erfolgt keine Probenvorbereitung – daher ist meist Vollblut das Unter-suchungsmaterial.
  • Es erfolgen keine Pipettierschritte.
  • Überwiegend Ready-to-use-Reagenzien, also Kassetten oder Unit-use Devices, kommen zum Einsatz.
  • Spezielle Geräte für die Einzelprobenmessung kommen zum Einsatz.
  • Die Messung kann auch von Personal ohne medizinisch-technische Qualifikation oder vom Patienten selbst durchgeführt werden.
  • Die Ergebnisse sind rasch verfügbar.

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