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Ökologisch bauen – nachhaltig gesund wohnen


Auch heute gelten diese Prämissen noch und ziehen unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ in die Häuslbauerszene ein. Kurz gesagt vereinen sie damit Gesundheitsaspekte, den Schutz der Umwelt und – manchmal auch – Spareffekte fürs eigene Börserl. „Wer sich dazu entschließt, den Schritt des Bauens oder Renovierens zu wagen, sollte ganz besonders sensibel in Beziehung auf baubiologische Entwicklungen und Tendenzen sein. Denn in unseren Breiten verbringen wir nahezu
90 % des Tages in Innenräumen – und die meiste Zeit davon zu Hause!“, stellt die Raumdesignerin Sabine Senemann, Autorin des Buches „Gesund bauen und renovieren“, fest.
Auch viele Häuslbauer und Renovierer setzen – vorerst einmal – den Gedanken an ökologisches Bauen und Wohnen an die oberste Stelle ihrer Wunschliste. Logisch – denn wer will nicht den hohen Behaglichkeitsfaktor mit dem guten Gefühl verbinden, für sich selbst das Beste getan und die Umwelt auch für künftige Generationen geschont zu haben. Unterstützt von Architekten, Baumeistern und Energieexperten benötigt es aber am Ende doch oft eine große Portion Idealismus, wenn Energiekennzahlen und Kontostand nicht deckungsgleich zu bringen sind und die Lücke zwischen naturnaher Vision und wirtschaftlicher Realität immer größer wird.
Im Einzelnen heißt es eine Reihe von Fragen zu klären, die selbst den engagiertesten Bauherrn rasch überfordern. Einer regelrechten Philosophie-Frage gleicht die Entscheidung über die grundsätzlichen Baumaterialien für Dach und Wand – Holz, Beton oder Mauerstein, Metall oder Schiefer. Später kommen Materialien im Innenausbau dazu. Bis hin zur Wandfarbe oder dem Fußboden gilt es, die persönlichen ökologischen Motive und Vorlieben mit dem schier endlosen Für & Wider der unterschiedlichen Angebote in Einklang zu bringen. „Materialempfehlungen im Speziellen auszusprechen, ist nur schwer möglich, da die Unterschiedlichkeit der Einsatzgebiete und Erfordernisse an einzelne Faktoren zu groß ist. Zusammenfassend sollte man Fachinformationen, Hausverstand und den öko- und biologischen Gedanken gemeinsam bei der Produktwahl einsetzen“, erklärt Senemann.
Zum Senken des Energieverbrauches hat sich besonders in Niedrigenergiehäusern – und verpflichtend in Passivhäusern – die kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) etabliert. Das System ist einfach: Die verbrauchte Luft wird über einen Wärmetauscher geleitet, die Wärme der Abluft wird an die frische Zuluft übertragen. Dadurch wird weniger Energie zur Aufheizung der Frischluft benötigt. Im Vordergrund steht die Sicherstellung der hygienisch notwendigen Frischluftzufuhr.