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ÖHKV propagiert natürliche örtliche Heilvorkommen

Der Österreichischer Heilbäder- und Kurorteverband (ÖHKV) fordert mehr Investitionen in Prävention.


qIn einer Zeit des demografischen Wandels, des Auftretens chronisch-degenerativer Erkrankungen, von Burn-out und anderen „zeitgemäßen“ Problemen ist die Kur zur Erhaltung und Festigung der Gesundheit der Bevölkerung besonders wichtig. Die österreichischen Kurorte haben sich daher in letzter Zeit zu echten „Kompetenzzentren für Gesundheit“ entwickelt. Sie bieten neben traditionellen Anwendungen der örtlichen Heilvorkommen und physikalischen Therapien vor allem Prävention zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Lebensstiländerung an. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Wellness-, Sport- und Kulturangeboten in schöner Umgebung und frischer Luft.
Vor diesem Hintergrund hat der Österreichische Heilbäder- und Kurorteverband (ÖHKV) im Vorjahr in einer Resolution an die Bundesregierung darauf aufmerksam gemacht, dass Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern viel zu wenig in die Prävention investiert. Konkret fordert der ÖHKV steuerliche Anreize für individuelle medizinische Präventionsmaßnahmen. Leider blieb dies bisher ohne entsprechende Resonanz. Trotzdem wird das Thema weiter verfolgt.
Die diesjährigen Initiativen des Verbandes zielen darauf ab, Politik und Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, wie bedeutsam das Kurwesen für die regionale Wirtschaft ist. Zweiter wichtiger Punkt sind der Ausbau und die Propagierung der natürlichen Heilvorkommen für Gesundheit und Lebensstiländerung.

Das neue Standardwerk „Natürliche Heilvorkommen & Kurorte in Österreich“

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Marktl und mithilfe vieler Sponsoren ist es nach zweijähriger Vorbereitungszeit gelungen, erstmals nach 28 Jahren wieder ein aktuelles Buch über das österreichische Kurwesen mit allen seinen Heilvorkommen, Analysen, Indikationen und Einrichtungen herauszubringen. Parallel zu diesem neuen Standardwerk gibt es eine eigene Internetplattform (www.kurfibel.at) zur laufenden Aktualisierung der Daten. Zu bestellen ist dieses Buch über das ÖHKV-Sekretariat.

Studie über „Die volkswirtschaftlichen Effekte des Kurwesens in Österreich“

In der Studie von Univ.-Prof. Dr. Gottfried Haber geht es darum, Politik und Bevölkerung vor Augen zu führen, welche positiven Auswirkungen das Kurwesen auf die regionale Wirtschaft, den Fremdenverkehr und die Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze hat (siehe dazu Artikel von Prof. Haber).

Neuauflage der Broschüre „Kur, Therme, Kneipp in Österreich“

Auch heuer wieder hat der ÖHKV die Broschüre „Kur, Therme, Kneipp in Österreich“ aktualisiert. Kernstück ist die Übersicht über die wichtigsten Kurorte und deren Kurbetriebe, die Art des natürlichen Heilvorkommens wie Heilwasser, Moor, Luft, Heilstollen etc. sowie ein Überblick über die wichtigsten Indikationen – Atemwege, Bewegungsapparat, Augen, Haut, Herz-Kreislauferkrankungen, neurologische Erkrankungen, Kneipp etc. Die Broschüre kann direkt im Verbandssekretariat kostenlos angefordert werden und ist elektronisch abrufbar.

Wie kommt man zu einer Kur?

Wer nicht als Privatkurgast zur Kur fahren, sondern die Leistungen der Sozialversicherung/PVA in Anspruch nehmen will, muss über seinen behandelnden Arzt, vornehmlich den Hausarzt, einen entsprechend begründeten Genehmigungsantrag bei seiner zuständigen Sozialversicherung stellen. In diesem Antrag kann eine bevorzugte Kuranstalt angeführt werden. Die Zuweisung erfolgt nach Genehmigung durch den SV-Träger. Entsprechende Antragsformulare liegen in den Ordinationen auf oder sind über die Website des zuständigen SV-Trägers bzw. beim ÖHKV abrufbar.

Homepage: www.oehkv.at

Auf der Website des ÖHKV finden Sie aktuelle Informationen über den Verband sowie diverse Begriffsbestimmungen. Es besteht die Möglichkeit, entsprechend der ärztlichen Indikation den für den Patienten am besten geeigneten Kurort  bzw. die passende Kur- und Kneippeinrichtung herauszufinden und auszuwählen. Weiters können Interessenten über Links die wichtigsten Institutionen wie etwa Sozialversicherungsanstalten erreichen. Als Download steht unter anderem ein Gesamtverzeichnis der österreichischen Heilbäder, Kurorte und Kneippkurbetriebe mit allen Indikationen und Heilvorkommen zur Verfügung.

ÄrzteInfo

Info & Anforderung:
Österreichischer Heilbäder- und Kurorteverband
Claudia Rampl
Wiedner Hauptstraße 120-124/4/444
1050 Wien
Tel.: 01/5121904
info(at)oehkv.at, www.oehkv.at

Weitere Informationen und Prospektmaterial (Broschüre „Kur, Therme, Kneipp in Österreich“ sowie einzelne Orts- bzw. Hotelprospekte) sind jederzeit kostenlos erhältlich.