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Es grünt so grün ...

Wohnen im Grünen hat viele Gesichter: Die Palette reicht vom klassischen alten Bauernhaus im Weingarten bis hin zur begrünten Dachterrasse inmitten der Stadt.


Der Trend zum „eigenen Stück Grün“ ist ungebrochen groß: „Die Leute wollen wieder ihr eigenes Gemüse anbauen und der Anonymität in der Stadt entfliehen“, sagt der Geschäftsführer der Spiegelfeld Immobilien GmbH, Georg Spiegelfeld. Diese Sehnsucht nach dem Land sieht er in engem Zusammenhang mit den derzeitigen Entwicklungen: „Als die Finanzkrise in England ausbrach, stieg das Interesse an Bauernhöfen am See rasant an.“ Aber auch alte Mühlen oder Winzerhäuser erfreuen sich in unsicheren Zeiten wachsender Beliebtheit.
Insbesondere Letzteres scheint momentan „in“ zu sein. Das Flair von „Wein und Essen“ im eigenen Garten, in dem alte Rebstöcke stehen, ist etwas, was für viele Leute offenbar reizvoll ist. Südburgenland oder etwa das Gebiet um die südsteirische Weinstraße sind äußerst begehrte Gegenden. Aktuell befindet sich im Portfolio von Spiegelfeld Immobilien ein wunderschöner, 1882 errichteter Arkadenhof in Luising (Burgenland, Nähe Güssing). Das renovierte Wohngebäude (Preis 290.000 Euro) bietet insgesamt rund 200 m² gemütliche Wohnfläche auf zwei Ebenen und steht auf einem vollkommen ruhigen und sonnigen Grundstück mit Obstbäumen, Gemüsegarten und einer Scheune. Derartige Häuser, die durchaus zahlreich auch über der Grenze – in Ungarn – zu finden sind und wesentlich günstiger zu haben wären, finden kaum einen Abnehmer: „Die Österreicher wollen ihr Haus lieber in Güssing bauen und nehmen den bedeutend höheren Preis in Kauf“, erklärt Spiegelfeld.

Selbst Hand anlegen

Interessant ist auch der Trend zur Revitalisierung: Ein altes Bauernhaus herzurichten ist attraktiver als ein neues zu bauen. Freilich sei das Ganze eine Kostenfrage und viele, die eher zum revitalisierten Haus tendierten, entscheiden sich dann doch für einen Neubau.
Ebenfalls hoch im Kurs stehen die – meist am Stadtrand gelegenen und ganzjährig bewohnbaren – Schrebergärten: Um die gäbe es ein regelrechtes Griss. In Währing, Döbling und Hietzing, den absoluten Hotspots, sei es so gut wie unmöglich, etwas zu bekommen, denn ein frei gewordenes Grundstück lande meist nicht auf dem Markt, sondern würde intern vergeben werden.
Dies bestätigt auch sein Kollege Michael Pfeifer, Geschäftsführer von MP Immobilien: „Aufgrund des Kleingartengesetzes und der üblichen Weitergabemodalitäten ist es für uns Immobilientreuhänder schwierig an Objekte heranzukommen. Ebenfalls wenig Bewegung gäbe es im Bereich der Dachausbauten mit eigener Terrasse. Diese Form des „Stückchen Grüns“ inmitten der Stadt sei nämlich ausgesprochen beliebt und es gäbe bei Weitem mehr Interessenten als Wohnungen. Konkret denke er da an ein tolles, erst kürzlich realisiertes Projekt in der Oberen Amts­hausgasse in Wien-Margareten, das nicht nur durch seine schön angelegten Balkone, sondern auch durch seine ausgeklügelte Begrünung durch Kletterpflanzen besticht: „Eine grüne Oase inmitten der Stadt, wo ich selber sofort einziehen würde“, meint Pfeifer.

Grün nicht ohne Öffis

Eine ungebrochen große Nachfrage gäbe es auch bei Wohnungen am Stadtrand, wobei für Wohnungssuchende neben den Klassikern Hietzing und Döbling durchaus auch günstigere Gegenden, wie das Gebiet um den Lainzer Tiergarten, Neuwaldegg bzw. auch der grüne Teil des 16. Bezirks interessant sind. Ebenfalls sehr gefragt seien beispielsweise Teile über der Donau wie die Gegend rund um das Freibad „Gänsehäufl“. Das Quadratmeter-Eigentum sei dort auch nicht mehr so billig – laut Immobilienpreisspiegel rund 2.500 Euro. Bei all diesen mehr oder weniger am Stadtrand gelegenen Immobilien gehe es immer um die gleiche Geschichte: „Gibt es eine U-Bahn-Anbindung oder nicht: Das ist das Kriterium, warum sich Leute für eine Immobilie entscheiden oder eben nicht“, erklärt Pfeifer. Gebiete, die verkehrstechnisch nicht erschlossen sind, haben hingegen wenig Chance. Dies gelte im Übrigen auch für Gegenden außerhalb der Stadt. Für jene ohne gute Anbindung zu Hauptverkehrsstraßen bestehe kaum Interesse. Dies bestätigt der Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder, Mag. Thomas Malloth: Die auf der Achse Wien- Bratislava gelegenen Orte beispielsweise seien aus diesem Grunde nicht sehr gefragt.
Ein wenig attraktiver sind Gebiete wie Himberg oder Hennersdorf bei Wien: „Das sind Gegenden, in denen der gehobene Mittelstand seinen Traum vom Leben im Grünen realisiert“, erklärt Malloth. Leider jedoch komme es da oft zu einer Art Ghettoisierung, welche der starke Anstieg der Immobilienpreise mit sich bringt. Für die heimische Wohnbevölkerung sei der Erwerb von Grundstücken aus diesem Grunde immer weniger leistbar.

Back to the roots...

Neben dem Trend zum Leben auf dem Land sieht Malloth auch starke Tendenzen in Richtung Stadt: „Viele Menschen, die sich in mittleren Jahren fürs Landleben entschieden haben, zieht es sehr oft wieder in die Stadt“, so seine Beobachtung. Ab dem 60. Lebensjahr wollen manche wieder „weg vom Rasenmäher“ und hin zum urbanen Leben.
Das Gleiche gelte im Übrigen für die darüber liegende Altersklasse: Seniorenwohnhäuser werden wieder vermehrt in der Stadt geplant, weil ältere Menschen das Angebot der Städte einfach schätzen und die Kinder meist in der Nähe sind.
Trends gibt es also in alle möglichen Richtungen und nicht selten sind sie auch von Dingen beeinflusst, an die ad hoc eigentlich niemand denken würde: „Desto eher der Benzinpreis steigt, desto mehr Anfragen gibt es für Wohnungen in der Stadt“, erzählt Pfeifer. Dies klinge vielleicht absurd, aber es ist so: Die Leute würden einfach unglaublich sensibel auf die verschiedensten Entwicklungen reagieren. Auch die Preise von Parkpickerln seien mitunter für die Wahl des Wohnortes entscheidend.

ct

Foto: spiegelfeld immobilien

Checkliste

Landleben im Vorteilscheck

Vorteile

  • Wohnen im Grünen ist wohltuend und schafft eine Lebensqualität, die in der Stadt nicht möglich ist.
  • Der Garten ist in der schönen Jahreszeit das verlängerte Wohnzimmer: Dinge wie Frühstücken im Freien oder Grillen am Abend mit Freunden vermitteln ein besonderes Lebensgefühl.
  • Kinder haben mehr Freiraum und wachsen in einem natürlichen Umfeld auf.
  • Viele Freizeitaktivitäten sind möglich, die in der Stadt nicht oder nur beschränkt umsetzbar sind.
  • Zwischenmenschliche Beziehungen sind intensiver: Nachbarschaftshilfe ist selbstverständlich.

Nachteile

  • Die Infrastruktur ist oft nicht die beste: Lange Wegstrecken müssen mitunter in Kauf genommen werden, um etwa zum nächsten Supermarkt zu gelangen.
  • Auch kulturelle Einrichtungen oder Ärzte sind oft weit weg und das Angebot für Kinder (Musikschulen, Sportvereine) ist häufig sehr dürftig.
  • Die Abhängigkeit vom eigenen PKW ist gegeben – mit Kindern ist das Leben am Land ohne ein zweites Fahrzeug oft nicht bewältigbar.
  • Die Menschen müssen mitunter früh aufstehen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.
  • Und natürlich hat auch die enge Beziehung zu den Mitmenschen so manchen Nachteil: Jeder kennt jeden und die Privatsphäre ist eingeschränkt. Es wird viel getratscht.

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