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Eigenes Heim ist Goldes wert

Der Immobilienboom der vergangenen Jahre wirkt sich auch auf die Preise aus. Sie steigen fast überall.


8.000 Euro pro Quadratmeter für eine Neubauwohnung in bester Lage in Wiens erstem Bezirk – vor einigen Jahren noch galt das als absolute Obergrenze, was man hierzulande für eine Immobilie ausgeben konnte. Und selbst Immobilienmakler waren skeptisch, ob tatsächlich jemand bereit wäre, so viel für eine Wohnung auf den Tisch zu legen. Im Vergleich zu heutigen Preisen scheint das fast ein Schnäppchen gewesen zu sein. Denn laut dem Immobilien­preisspiegel www.immoatlas.at liegt der durchschnittliche Preis für eine Neubauwohnung in der inneren Stadt heute, fünf Jahre später, mittlerweile bei 8.892 Euro pro Quadratmeter. Und die Preisgrenze hat sich in der Zwischenzeit noch einmal nach oben hin verschoben. Ein derzeit in der Bauphase befindliches Projekt in Wien-Neubau in direkter Nähe zum Volkstheater hat sogar Wohnungen um 17.500 Euro pro Quadratmeter zu bieten.

Kein Ende des Immobooms

Hier ist freilich vom Luxussegment die Rede, doch die Preissteigerungen ziehen sich durch alle Kategorien. Nicht zuletzt, weil jene, die es sich leisten können, seit einigen Jahren ihr Geld vermehrt in Immobilien investieren. Das Angebot ist knapp, die Nachfrage hoch und ein Ende des Booms derzeit noch nicht abzusehen – auch wenn vereinzelt Politiker und sogar manch ein Makler vor einem Platzen der Immobilienblase warnen. Das tut der Investitionslust der Österreicher aber keinen Abbruch. Ein Blick auf die Grundbuchauswertung des vergangenen Jahres reicht und man hat es schwarz auf weiß: 93.807 Immobilien wechselten im
vergangenen Jahr den Besitzer, um 12,7 Prozent mehr als noch 2009. Laut der Grundbuch-Internetplattform checkIMMO erfreuten sich vor allem Eigentumswohnungen großer Beliebtheit. Mit 34.932 Objekten wurden um fast 15 Prozent mehr Wohnungen verkauft als noch im Jahr zuvor. Bei den Grundstücken waren es 22.794 (plus 11,13 Prozent). Lediglich Einfamilienhäuser, von denen 10.374 verkauft wurden, sackten in der Käufergunst um 1,1 Prozent ab. Auch der Gesamtwert der Transaktionen erhöhte sich um 5,8 Prozent auf 17,25 Milliarden Euro.

Kein Wunder also, dass bei der großen Nachfrage auch die Preise weiterhin steigen – allerdings nicht überall. Die großen Gewinner sind Ballungszentren. Nicht nur Landes-, sondern auch Bezirkshauptstädte erfreuen sich seit einigen Jahren stetiger Beliebtheit, während kleine Landgemeinden zunehmend veröden. Dort, wo Arbeitsplätze, Infrastruktur und Freizeitangebot fehlen, wandern immer mehr Menschen in Städte ab – mit unmittelbaren Folgen für die Immobilienpreise. Denn während diese am flachen Land verfallen, ziehen sie in den Städten und deren Umlandgemeinden auch weiter kräftig an. Andreas Gressenbauer, Präsident des Salzburger Immobilienrings, ist davon überzeugt, dass die Preise den Plafond noch nicht erreicht haben: „Vor allem in Wien und in Salzburg ist noch einiges drin.“ So werden derzeit in Wien in den Bezirken innerhalb des Gürtels zwischen 2.200 und 5.000 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Außerhalb des Gürtels sind vor allem die Bezirke 13, 18 und 19 begehrt, wo man ab 3.000 Euro für den Quadratmeter berappen muss. Im Wiener Durchschnitt müssen Käufer im Neubau mit 3.608 Euro pro Quadratmeter rechnen. Das entspricht einer Steigerung von 4,5 Prozent gegenüber 2009. Gebrauchte Eigentumswohnungen kommen auf durchschnittlich 2.150 Euro pro Quadratmeter. Auch sie sind um 4,2 Prozent im Preis gestiegen. Wer in der Bundeshauptstadt auf der Suche nach viel Immobilie um einen verhältnismäßig moderaten Preis ist, sollte sich vor allem entlang der U-Bahnlinien nach einer passenden Bleibe umsehen. Im Kommen sind dank U1- und U2-Verlängerung auch die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt, der Teil Meidlings zwischen Meidlinger Hauptstraße und Schönbrunn und die Brigittenau. Selbst im lang verschmähten 15. Bezirk – vor allem im Nibelungenviertel hinter der Stadthalle – raten Profis mittlerweile mit gutem Gewissen zum Investment.

Höhenflüge in den Bundesländern

Auch in der Stadt Salzburg sind die Preise weiterhin im Höhenflug. Die Quadratmeterpreise für neue Wohnungen stiegen im Vergleich zu 2009 um drei Prozent auf durchschnittlich 3.470 Euro pro Quadratmeter. Aber auch in den Umlandgemeinden wie Elsbethen oder Wals-Siezenheim kommt man unter 3.000 Euro pro Quadratmeter kaum mehr weg. Im übrigen Bundesland herrscht dafür seit zwei Jahren Stagnation – abgesehen von einzelnen Ausreißern wie der Gegend um den Fuschlsee oder in einigen Tourismusgemeinden.

Etwas günstiger als in der Mozartstadt kommt man in Graz zu neuem Wohnraum. Hier geht’s ab 2.500 Euro los, in den begehrten Lagen Andritz, St.Peter oder Geidorf können es aber auch 4.000 Euro pro Quadratmeter sein. „Doch auch die Gegend rund um das Kunsthaus, die Gegenden Gries, Lend und Jakomini werden immer gefragter“, weiß Roland Jagersbacher von der sREAL Steiermark und Südburgenland. Weniger beliebt ist hingegen die Obersteiermark, wo die Preise mit im Schnitt 800 Euro pro Quadratmeter stagnieren. Im benachbarten Burgenland hingegen tut sich einiges. Dank hervorragender Anbindung an Wien zieht es immer mehr Städter in die Gegend rund um den Neusiedlersee, wo die Preise merklich anziehen (plus vier Prozent gegenüber 2009 auf rund 1.000 bis 1.400 Euro pro Quadratmeter). Kein Wunder, ist man doch dank Flughafenautobahn schnell am Arbeitsplatz und kann am Feierabend die hohe Lebensqualität am Meer der Wiener genießen.
Auch in Niederösterreich machen sich Preissteigerungen vor allem im Wiener Umland bemerkbar. Während die Regionen südlich der Bundeshauptstadt ohnehin seit Jahrzehnten gefragt sind und Käufer hier im Schnitt um die 1.800 Euro pro Quadratmeter berappen müssen, ist nun dank besserer Anbindung und Preisen um die 1.500 Euro auch das Weinviertel für Immobilienkäufer zunehmend attraktiv.

Ganz anders stellt sich die Preissituation im Westen Österreichs dar. So werden in Innsbruck bereits 3.500 Euro pro Quadratmeter bezahlt, doch auch 5.000 Euro in Igls oder Sistrans sind keine Seltenheit mehr. Auch im Rest Tirols liegt die Preisuntergrenze schon bei durchschnittlich 2.000 Euro. Mitverantwortlich für die exorbitant hohen Wohnkosten sind die beengte geografische Lage, die wenig Platz für Neubauten lässt, und die im Vergleich zum Osten Österreichs höheren Baukosten. Experten gehen aber davon aus, dass die Preise im Heiligen Land in den kommenden Jahren nicht mehr so dramatisch steigen werden. In Vorarlberg hingegen stagnieren die Preise. Hier müssen Käufer mit 1.500 bis 1.750 Euro pro Quadratmeter kalkulieren. In Bregenz oder Dornbirn werden für einen Neubau aber dennoch 3.000 Euro, für eine Gebrauchtimmobilie 2.000 Euro berappt.

Im südlichsten Bundesland, in Kärnten, haben sich die Preise für Durchschnitts­immobilien bei 1.000 bis 2.500 Euro eingependelt. Lediglich bei Wohnungen im Luxussegment rund um den Wörthersee verbuchen Makler Zuwächse von zehn Prozent gegenüber 2009. Klagenfurter Penthäuser werden derzeit um bis zu 4.000 Euro pro Quadratmeter gehandelt.

Ähnlich teuer sind Wohnungen in gefragten Lagen in Linz, etwa am Pöstling- oder Froschberg. Ansonsten werden in der oberösterreichischen Landeshauptstadt rund 2.284 Euro pro Quadratmeter hingeblättert. In den vergangenen Jahren haben aber auch Regionen wie das Mühlviertel stark angezogen und Steyr wird ebenfalls von Immobilienentwicklern zunehmend entdeckt.

Wer kann, sollte also jetzt einsteigen, solange sich die Kreditzinsen noch auf niedrigem Niveau befinden.

um

Foto: fotolia


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