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Diesel oder Benzin?

Gold und Silber sind bei Anlegern immer auf dem Radar. Wer in Platin und Palladium investiert, sollte den Automobilmarkt im Auge behalten. Die Frage lautet: Diesel oder Benzin?


Foto: Fotolia

Was macht Gold so interessant? Gold ist deutlich wertbeständiger als Staatsanleihen oder Bargeld und in Form von Münzen oder Barren handelbar. In der Vergangenheit hat sich Gold immer wieder als sicherer Hafen erwiesen, beispielsweise in der Lehman-Krise oder während der andauernden Euro-Krise. Der entscheidende Vorteil von Gold ist, dass es nicht beliebig vervielfältigt werden kann.
Während Silber beispielsweise auch in der Industrie verwendet wird, gilt Gold als pures Edelmetall und wird in Gramm oder Unzen gehandelt. Die nötigen Aufwände zum Gießen und Prägen eines 1-Gramm-Barrens und eines 1-Kilo-Barrens sind nahezu identisch. In Relation zum Wert des Goldes fallen bei kleineren Einheiten die Herstellungskosten stärker ins Gewicht. Das bedeutet: Je größer das Goldstück, desto geringer sind die Nebenkosten für die Fertigung. Um bei einem späteren Verkauf den Gewinn zu maximieren, sollte dementsprechend in die Kilobarren investiert werden, falls die nötigen finanziellen Mittel vorhanden sind. Für jede Brieftasche gibt es die passende Stückelung.

Schwierige Prognosen

Der Beginn des neuen Jahrtausends war geprägt von einer kräftigen Aufwärtsbewegung, die bis zum September 2011 andauerte und bei 1.920 US-Dollar pro Feinunze gipfelte. Zehn Jahre zuvor hatte der Goldpreis noch unter 300 US-Dollar notiert. Im Jahr 2011 – als die Euro-Krise eskalierte – hatte Gold wie keine andere Anlageklasse den Status des „sicheren Hafens“ inne. Ein Status, der im Verlauf der weiteren Jahre mehr und mehr bröckelte. Denn in den Folgejahren verliert der Goldpreis zwischenzeitlich über 40 Prozent im Vergleich zur Rekordmarke 2011. Allein das Jahr 2013 schlägt mit einer Negativrendite von 27,21 Prozent zu Buche.
Ein häufiger Fehler besteht beim Investment in Gold sicherlich darin, einen zu kurzen Anlagehorizont zu haben. Zwar kann auf den Goldpreis spekuliert werden, aber als echte Kapitalanlage sollten Anleger einen Horizont von mindestens fünf bis zehn Jahren haben, um von den Vorteilen der Edelmetallanlage profitieren zu können. Ob man nun Gold kaufen oder besser die Finger davon lassen sollte, darüber scheiden sich die Geister. Eine sichere, unmissverständliche Prognose zur Goldpreisentwicklung abzugeben, ist mehr als schwierig. Vor allem sollte man als Anleger eines wissen: Die Mehrzahl der Analysten lagen in ihren Goldpreis-Prognosen in der jüngsten Vergangenheit falsch. Gold sollte zur Diversifizierung in keinem Portfolio fehlen. Die Empfehlung vieler Analysten, die Anlageoptionen zu streuen und den Goldanteil moderat zu halten, darf daher zu Recht als weise Entscheidung beurteilt werden.
Wer in Edelmetalle investieren will, kann neben Zertifikaten oder CFDs (Differenzkontrakt) auf das Metall auch zu Exchange Traded Commodities (ETC) greifen. Der physische Kauf ist in Form von Barren, Anlagemünzen und Schmuckstücken möglich. Goldbarren und Anlagemünzen kann man in der Europäischen Union und in den meisten Ländern der Welt mehrwertsteuerfrei kaufen. Andere Anlagemetalle wie Silber, Platin oder Palladium sind umsatzsteuerpflichtig.

Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s dem Silber gut

Silber ist der Rohstoff, der von einer unerwarteten Beschleunigung der Weltkonjunktur am meisten profitiert. In solchen Zeiten schafft der Preis auch schnell mal eine Verdreifachung, wie zum Beispiel zwischen 2003 und 2006, als China sich zum neuen industriellen Kraftzentrum aufschwang. Die Notierungen schossen von vier Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) auf zwölf Dollar nach oben. Kommt dann noch Inflationsangst hinzu, steigen die Notierungen erst recht. Angst vor der Inflation braucht – im Moment angesichts der Geldpolitik der EZB – wohl niemand zu haben. Bis die Weltwirtschaft anspringt, wird man sich allerdings auch noch ein wenig gedulden müssen. Und trotzdem geht der Silberpreis rauf und runter?
Silber war und ist aber auch ein bedeutendes Objekt der Spekulation und der Manipulation, bei der sowohl durch fallende als auch steigende Kurse satte Gewinne realisiert werden können. Heute liegt der Silberpreis unter dem nominalen Höchstwert des Jahres 1980. In den 70er-Jahren hatten die Brüder Nelson Bunker Hunt und William Herbert Hunt den Silberpreis in die Höhe getrieben. Sie kauften riesige Mengen des Edelmetalls, aber auch Silberkontrakte an den Warenterminbörsen auf. Das blieb nicht ohne Auswirkungen auf den Silberpreis: 1979 sprang der Silberpreis pro Gramm von 0,193 Dollar auf 1,566 Dollar beziehungsweise von 6 Dollar pro Feinunze auf 48,70 Dollar pro Feinunze nach oben. Wer zu diesem Zeitpunkt in Silber investiert hatte, durfte sich über einen Anstieg von mehr als stolzen 812 Prozent freuen. Die Freude währte jedoch nur kurz: Ende März, am „Silver Thursday“, hatte der Spuk ein Ende. Die Silberblase platzte.
Heute beeinflussen immer wieder „ungedeckte Leerverkäufe“ den Markt. Dahinter steht die Absicht, den Silberpreis immer weiter nach unten zu drücken, um dann (virtuelle) Verkäufe in (reale) Rückkäufe zu verwandeln und von der Preisdifferenz zu profitieren. Das funktioniert aber nur, wenn es nicht – wie zurzeit – einen mächtigen Gegentrend gibt, der in der Lage ist, die ungedeckten Leerverkäufe zu kompensieren. In anderen Worten: Die Leerverkäufer haben auf das falsche Pferd gesetzt, nämlich auf einen fallenden Silberpreis. Die Kapazitäten der Manipulation reichen, um Rücksetzer zu provozieren. Sie reichen nicht mehr, um den allgemeinen Trend umzukehren.
Eine dritte Wahrheit lautet, dass Silber nur für den ein gutes Investment ist, der haargenau das richtige Timing hat. Wer vor zehn Jahren, als das Edelmetall noch nicht „in“ war, investierte, ist immer noch im Plus und hat mutmaßlich sogar bessere Renditen erzielt als mit dem Dax. Wer jedoch zur Zeit der Silber-Euphorie kaufte, 2010 oder 2011, musste finanziell ebenso stark Federn lassen, als hätte er nach Neue-Markt-Aktien gegriffen.

Diesel oder Benzin

Wer in Platin und Palladium investiert, sollte den Automobilmarkt im Auge behalten. Die Frage lautet: Diesel oder Benzin. Platin und Palladium sind – wie alle anderen Edelmetalle auch – in erster Linie wertvolle industrielle Rohstoffe. Damit hängt ihr Preis entscheidend von der Nachfrage aus der Industrie und vom aktuellen Angebot auf dem Markt ab. Bei Palladium und Platin ist die Automobilindustrie maßgeblicher Faktor. Auf längere Sicht gesehen, darf man bei Platin (kommt bei Dieselfahrzeugen zum Einsatz) mit steigenden Preisen rechnen. Doch Achtung: Durch den Abgasskandal bei VW sollte man die Erwartungen nicht allzu hoch ansetzen. Der Absatz von Dieselfahrzeugen ist ins Stocken geraten. Davon profitiert wiederum Palladium. 2010 ging der Nobelpreis für Chemie an drei Forscher, die effiziente Katalysatoren für Ottomotoren unter Verwendung von Palladium entwickelt hatten. Diese Neuentwicklung in der Automobilbranche hat das Edelmetall richtig beflügelt. Doch auch hier heißt es Achtung: Der Markt dieses Edelmetalls ist klein. Bedingt durch das geringe Handelsvolumen sind bei Palladium immer große Preisschwankungen zu erwarten. Dies erklärt den Anstieg der Preise im September des Vorjahres, als die Autobranche sich wegen der erwarteten Verlagerung des Automarkts in Richtung Benziner eindeckte. mn


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