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Die Zukunft gehört dem „Heart Team“

Die Zusammenarbeit zwischen Kardiologen und Herzchirurgen soll im Inter­esse einer bestmöglichen Versorgung gefördert und intensiviert werde.


Univ.-Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger, Abteilungsvorstand der II. Internen Abteilung am Landeskrankenhaus Wiener Neustadt und Präsident der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft. Foto: Fotodienst / Pressetext

In multiprofessionellen Teams treffen Kardiologen und Herzchirurgen – bei Bedarf gemeinsam mit anderen Spezialisten – relevante therapeutische Entscheidungen – etwa wenn es um die Frage geht, ob ein Patient herzchirurgisch, also bei geöffnetem Brustkorb und unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, operiert oder interventionell-kardiologisch schonend mit dem Herzkatheter behandelt werden soll. „Die Grenzen verschwimmen bereits. In der Herzchirurgie finden immer öfter minimalinvasive Methoden Anwendung, andererseits gibt es Katheter-Interventionen, bei denen der Herzmuskel sozusagen angestochen werden muss“, erklärt Univ.-Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger, Abteilungsvorstand der II. Internen Abteilung am Landeskrankenhaus Wiener Neustadt und Präsident der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft. Er hat die gemeinsame Zukunft auch bereits als Motto der Jahrestagung der Gesellschaft definiert.

Stent oder Bypass?

Bei zahlreichen Problemstellungen bieten beide Fächer unterschiedliche Lösungsansätze. Verschlossene Herzkranzgefäße etwa werden von der interventionellen Kardiologie mit einem Stent behandelt, der mittels Herzkatheter über die Blutgefäße an seinen Bestimmungsort gebracht und in das zuvor aufgedehnte Herzkranzgefäß geschoben wird. Die Herzchirurgie löst das Problem mittels Bypass-Operation. „Beide Methoden haben ihre Besonderheiten, Vor- und Nachteile. Im Heart Team werden solche Fälle besprochen und jene Lösung wird gewählt, die für den Patienten individuell die beste ist“, so Roithinger.
Typische Kandidaten für eine Bypass-Operation sind etwa Patienten mit mehreren Gefäßverschlüssen, bei denen alternativ mehrere Stents gesetzt werden müssten, um eine adäquate Blutversorgung des Herzmuskels sicherzustellen. „Studien haben auch gezeigt, dass herzkranke Diabetiker von einem Bypass mehr profitieren als von einer Stent-Versorgung. Im Gegensatz dazu ist der Stent bei allen unkomplizierten Patienten vorzuziehen, weil seine Implantation deutlich weniger belastend ist als eine Herzoperation.“

Chirurgische Klappe oder Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI)?

Ein weiterer Berührungspunkt zwischen interventioneller Kardiologie und Herzchirurgie ist die Implantation künstlicher Herzklappen, insbesondere der Aortenklappe. Hier bietet seit einigen Jahren die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI), eine immer häufiger angewandte Alternative zum chirurgischen Klappenersatz. „TAVI ist inzwischen ein etabliertes Verfahren zur Behandlung der Aortenklappen-Stenose bei inoperablen Patienten und bei Patienten mit sehr hohem Operationsrisiko“, sagt Roithinger. „Laut aktuellen deutschen Registerdaten (AQUA) hat TAVI auch bei Patienten mit mittlerem Risiko ein niedrigeres Mortalitätsrisiko als die konventionelle Operation. Ob eine TAVI bei Patienten mit mittlerem Risiko generell empfohlen werden kann, muss allerdings noch durch große, randomisierte Studien bestätigt werden.“
„Auch hier sollte kein Konkurrenzverhältnis zwischen den Fachrichtungen gesehen werden“, wünscht sich der ÖKG-Präsident. Vielmehr muss im Heart Team für den Patienten individuell die richtige Lösung gefunden werden: „Als Faustregel gilt: Ältere und kränkere Patienten erhalten eher eine TAVI, weil man ihnen den Eingriff am offenen Herzen ersparen möchte. Jüngere, gesündere Patienten bekommen eher die chirurgische Klappe, weil bei ihnen mit einer hohen Lebenserwartung gerechnet werden kann und zur TAVI noch die Langzeitdaten fehlen.

Forschung made in Austria

Von großer Bedeutung für den klinischen Alltag sind die Daten aus einem österreichischen Register zur „Schockweste“ (Wearable Cardioverter Defibrillator – WCD), die auf dem ÖKG-Kongress vorgestellt werden. Dabei handelt es sich um einen Defibrillator, der in einer Weste getragen wird und im Falle lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen mittels Stromstoß den physiologischen Herzrhythmus wiederherstellt. Dieses Gerät bietet sich für Patienten an, bei denen nicht sicher ist, ob sie langfristig einen implantierbaren Defibrillator (ICD) benötigen werden. „Die Registerdaten zeigen nun, dass der WCD sicher ist und dass bei rund der Hälfte der Patienten keine ICD-Implantation erforderlich wurde“, so Roithinger.
Ebenfalls bedeutsam für die klinische Praxis sind neue Ergebnisse aus dem Austrian Acute PCI Registry, in dem Patienten erfasst werden, die wegen eines Herzinfarktes mit dem Herzkatheter behandelt wurden. Ein Forscherteam stellte die Frage, ob es sich auch in Zeiten der neuen, wirksameren Blutgerinnungs­hemmer P2Y12 Rezeptor-Inhibitoren bezahlt macht, diese vor dem Eingriff möglichst früh zu geben. Die Antwort lautet: ja. Ebenso wie mit dem älteren Clopidogrel reduzierte der frühe Einsatz der neuen Substanzen die Sterblichkeit im Krankenhaus.rh



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