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Diabetes fürs Portfolio

Die Volkskrankheit Nummer eins lässt sich durch ein Investment in die dänische Novo Nordisk in bare Münze verwandeln.


Die dänische Novo Nordisk ist nicht nur einer der Pioniere, sondern heute der klare Innovations- und Weltmarktführer in der Diabetesbehandlung. Novo Nordisk punktet mit der breitesten Produktpalette der gesamten Industrie und der stärksten Verankerung in China und Indien, wo die Krankheit am raschesten zunimmt. Die Aktien zählen aufgrund der hohen Profitabilität des Unternehmens, des überdurchschnittlichen Wachstumstempos dieser Indikation, einer gut gefüllten Pipeline und eines relativ geringen Risikos von Nachahmerprodukten in vergleichbarer Qualität zu den spannendsten der Gesundheitsbranche.

Rascher als noch vor Kurzem angenommen wird Diabetes in China und Indien zur Volkskrankheit Nummer eins. „In den 1960er-Jahren starben die Chinesen an Unterernährung, heute an Überernährung“, konstatiert Danskebank-Analyst Martin Parkhøi. Mehr als 90 Millionen Chinesen dürften laut International Diabetes Federation (IDF) bereits Diabetiker sein. „Jeder dritte Großstadtbewohner ist übergewichtig“, schätzt Cyrill Zimmermann, CEO der Schweizer Vermögensverwaltungsgesellschaft Adamant Biomedical Investments, die sich auf die Veranlagung im Gesundheitsbereich spezialisiert hat. Rasches Wirtschaftswachstum, höheres Einkommen und immer mehr Büro-Jobs haben den Lebensstil signifikant verändert. Kurzum: Weltweit werden die Umsätze für die Diabetesbehandlung nach einer Analyse der Research-Company EvaluatePharma allein bis 2015 um knapp acht Prozent und damit doppelt so stark wie der gesamte Medikamentenmarkt wachsen.

Novo Nordisk, die aus dem Zusammenschluss von Novo Industri A/S und Nordisk Gentofte A/S entstand, forscht seit den 1920er-Jahren im Bereich Diabetes-Pharmazie und avancierte mit der Fusion 1989 zum Weltmarktführer in der Insulinproduktion. Außerdem hält das Unternehmen eine führende Position bei Medikamenten zur Blutgerinnung (Hämostase), Wachstumshormon- und Hormonersatztherapie.

Novo Nordisk mit Firmensitz in Bagsværd bei Kopenhagen entwickelte als erstes Pharmaunternehmen Verzögerungsinsuline, ph-neutrales Normalinsulin sowie eine feste Kombination aus Normal- und Verzögerungsinsulin, ein so genanntes Mischinsulin. Mit NovoPen, einem Injektionssystem im Format eines Füllfederhalters mit auswechselbaren Insulinpatronen, waren sie ebenso wie mit NovoLet, einer Insulin-Fertigspritze, oder Innovo, einem Injektionsgerät mit Memory-Funktion, weltweit die ersten auf dem Markt. Zu den jüngsten bahnbrechenden Erfolgen zählt das Glukagon-Like-Peptide-1 (GLP-1)-Analogon Victoza (Liraglutide) für Diabetespatienten im Frühstadium, das Mitte 2009 in Europa und somit auch in Österreich und Anfang 2010 in den USA zugelassen wurde. Victoza muss nur einmal täglich gespritzt werden, reduziert den Glukose-Level mit sehr geringem Hypoglycemia-Risiko und führt obendrein zu Gewichtsabnahme sowie Rückgang des systolischen Blutdrucks. Eine rezente Vergleichsstudie ergab, dass Victoza dem GLP-1 Analogon Bydureon (einmal wöchentliche Verabreichung), der langwirkenden Form von Byetta von Eli Lilly und dessen Entwicklungspartner Amylin Pharmaceuticals, überlegen war. Außerdem ist Bydureon von der US-Gesundheitsbehörde FDA noch immer nicht zugelassen. Es überrascht daher nicht, dass Victoza rasch auf Kosten von Byetta, das zwei bis dreimal täglich verabreicht wird, Marktanteile gewinnt. Nach Analystenschätzungen dürfte Victoza, im Vorjahr sechsgrößter Umsatzbringer, bereits 2011 Blockbuster-Status erreichen, also ein Umsatzpotenzial von zumindest einer Milliarde US-Dollar.

Große Fortschritte erzielt Novo Nordisk auch in der Entwicklung der nächsten Insulin-Generation Degludec, einem ultralang wirkenden Basalinsulin und DegludecPlus, einer Basal-Bolus-Mischung von Degludec mit dem schnell wirkenden NovoRapid. Danskebank-Analyst Parkhoi rechnet 2012/2013 mit der Markteinführung in Europa und in den USA.

Dass Novo Nordisk mit 23 Prozent Marktanteil in der Diabetesbehandlung und 51 Prozent in der Insulinbehandlung die Konkurrenten Sanofi-Aventis und Eli Lilly weit hinter sich lässt, führt Christian Lach, Biotech-Experte von Adamant Biomedical Investments, darauf zurück, dass nur perfekt ausgereifte Produkte auf den Markt gebracht werden und dieser minutiös und höchst professionell bearbeitet wird. „Novo unterscheidet rund 3.000 Marktsegmente nach den verschiedenen Stufen der Krankheit, länderspezifischen Eigenheiten oder altersmäßigen Anforderungen. Außerdem sind die Hilfsmittel wie NovoPen unerreicht in Handling, Feeling und Branding.“ Die enorme Vielfalt der Produktpalette kommt auch daher, dass Novo alte Insuline nicht vom Markt nimmt, sondern als generische Linie für bestimmte Patientengruppen verkauft – wie zum Beispiel in den Schwellenländern, insbesondere in China oder Indien. In China brachte der Pharmakonzern bereits in den 1960er-Jahren seine ersten Produkte auf den Markt. Heute kontrolliert er 63 Prozent des lokalen Insulinmarkts. Der chinesische Insulinmarkt dürfte bis 2020 mehr als 20 Prozent pro Jahr wachsen – nicht nur wegen des raschen Anstiegs der Erkrankten, sondern auch wegen der steigenden Diagnoserate. 2010 war für Novo Nordisk ein weiteres finanzielles Rekordjahr: Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf knapp 61 Milliarden dänische Kronen (8,15 Milliarden Euro). Davon entfielen drei Viertel auf Produkte zur Diabetesbehandlung, ein Viertel auf Medikamente zur Blutgerinnung (NovoSeven), Wachstumshormontherapie (Nordotropin) und Hormonersatztherapie.

„Knapp 70 Prozent der Insulinverkäufe entfielen auf moderne Insuline“, erklärt CEO Lars Rebien Sørensen. Die Blockbuster-Produkte NovoRapid, NovoMix und Levemir waren hier die größten Wachstumstreiber. Der Nettogewinn stieg um 34 Prozent auf 14,4 Milliarden Kronen (1,93 Milliarden Euro), der Free Cashflow um 38 Prozent auf 17 Milliarden Kronen (2,28 Milliarden Euro). Die operative Marge (EBIT) wurde von 29,2 auf 31,1 Prozent verbessert. Die Aktionäre wurden entsprechend belohnt: Die Dividende wurde um 33 Prozent auf 10 Kronen (1,34 Euro) erhöht. Nachdem damit die 2008 gesetzten langfristigen Ziele erreicht beziehungsweise übertroffen wurden, hat Novo Nordisk die Latte bei den neuen Langfristzielen noch höher gelegt: Der Betriebsgewinn soll unverändert durchschnittlich 15 Prozent pro Jahr steigen, die EBIT-Marge auf 35 Prozent (bisher 30 Prozent) und der Return on Invested Capital (RoI) auf 70 Prozent (bisher 50 Prozent) verbessert werden.

Von solchen Profitabilitätskennzahlen können viele Pharmaunternehmen heutzutage nur träumen. Das umsichtige Management von Novo Nordisk hat dazu rechtzeitig die richtigen Schritte gesetzt und durch seine Fokussierung auf den Hormonbereich stets auf eine gut gefüllte Forschungspipeline geachtet. Im Gegensatz zu den großen Pharmariesen stehen auch keine großen Patent­abläufe bevor. Und: „Die Kundenloyalität ist durch den Pen sehr hoch“, sagt Connie
Schuemann, Healthcare-Analystin von Raiffeisen Capital Management. Auch die Gefahr von Nachahmerprodukten ist gering. „Novo Nordisk bezeichnet sich zwar als Pharmaunternehmen. Die Produkte waren aber immer schon biotechnologische Wissenschaft“, erklärt Lach von Adamant.
Die Aktie erscheint mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 im Vergleich zu Pharmaunternehmen (Marktschnitt: 9 bis 10) teuer, aufgrund des weitaus höheren Gewinnwachstums ist die Bewertung aber durchaus gerechtfertigt. Solides Management, guter Track-Record, eine starke Bilanz sowie nachhaltig hoher Cashflow und das Wachstumspotenzial des Diabetes-Marktes sprechen allesamt dafür, dass man bei dieser Aktie insbesondere bei Kursrückschlägen zugreifen sollte.

emb


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