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Das Holzhaus jenseits aller Klischees

Einfamilienhäuser aus Massivholz haben ihre rustikale Ausschließlichkeit längst abgelegt. Neue Techniken geben Bauherren, Architekten und Statikern heute größtmöglichen Gestaltungsspielraum.


Lange Zeit galt der Baustoff Holz als zu rustikal, zu unmodern, zu bieder. In neuer Form erlebt er aber jetzt hierzulande eine Renaissance. Foto: Die Holz-Architekten

Ein Holzhaus bietet ein hervorragendes und gesundes Raumklima und das ganze Jahr über ausgezeichnete Wärmedämmeigenschaften. Holz hat eine lange Lebensdauer, ist wiederständig gegen alle Witterungseinflüsse und erfüllt alle bauphysikalischen Anforderungen. Foto: stiegler

Die Holz-Architekten: Arch. DI Karin Magnes und ZM Ing. Andreas Voit

Bei diesem modernen Einfamilienhaus ergänzen einander Brett-Sperrholzkonstruktionen und Riegelwände. Heimisches Lärchenholz setzt deutliche Akzente in die durch große Glasfronten geprägte Vorderseite des Hauses. Foto: stiegler

Holzhäuser sind groß im Kommen. Neben den schon längere Zeit etablierten Riegelwandhäusern – die Tragkonstruktion aus Holzelementen wird gedämmt und beidseitig beplankt – stößt man bei Spaziergängen immer öfter auch auf Einfamilienhäuser in Massivholz-Bauweise. Je weiter westlich man spaziert, desto größer ist die Chance, eines zu entdecken. Denn nicht nur beim Null- oder Niedrigenergiehaus ist Vorarlberg Österreichs Vorzeige-Bundesland.
Welche Vorteile haben nun Massivholzhäuser im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen?
„Ganz spontan fallen mir drei Gründe ein“, sagt der Architekt Andreas Voit: „Bei Holz handelt es sich erstens um einen ökologischen, nachwachsenden Baustoff. Zweitens können die Wände aufgrund der guten Wärmedämmung des Holzes dünner gehalten werden, was bei vergleichbarer Grundfläche zusätzliche Wohnfläche bedeutet. Und drittens ist eine Holzwand im Gegensatz zu einer Ziegelwand immer eine warme Wand mit entsprechendem Wohlfühl-Effekt.“ Andreas Voit betreibt gemeinsam mit Karin Magnes das Architekturbüro „Die Holzarchitekten“, das sich ganz auf die Planung von Holzhäusern spezialisiert hat. Vorteile einer Massivholzwand gegenüber der Riegelwand sieht Voit auch in der höheren Masse der Bauteile: „Die Riegelwand ist sehr leicht. Im Winter ist sie gut gedämmt, im Sommer besteht aber die Gefahr einer Überhitzung. Es ist daher notwendig, zusätzliche Masse in die Konstruktion einzuarbeiten, etwa besonders schwere Dämmstoffe, Lehmputze etc. Das ist bei Massivholzwänden nicht erforderlich.“

Holzhaus-Typen

Bei Massivholzhäusern unterscheidet man zwei Grundtypen. Die klassische Form stellt das Blockhaus kanadischen oder skandinavischen Stils dar. Dabei wird die Wand aus massiven Blockbohlen aufgebaut. Ursprünglich aus Rundhölzern mit entsprechend rustikalem Charakter gefertigt, gibt es inzwischen auch weiterentwickelte Varianten mit Vierkanthölzern oder vorverleimten Elementen.
Die modernere Form ist die Brettsperrholzbauweise. Die großflächig vorgefertigten Wandscheiben können dabei als Brettschichtholzwand, aus Brettstapelelementen, als kreuzverleimte Wand oder kreuzverdübelte Wand ausgeführt werden.
Hannes Stiegler, Mitinhaber des steirischen Familienbetriebs Holzbau Stiegler KG in Haus im Ennstal, bezeichnet die Brettsperrholzweise als „High-End-Variante“ im Massivholzhausbau, die zahlreiche Vorteile mit sich bringt: „Brettsperrholzelemente weisen sehr geringe Quell- und Schwindverformungen auf. Die kreuzweise Anordnung der Brettlagen führt zu einem Sperreffekt hinsichtlich des feuchteabhängigen Verformungsverhaltens.“ Die flächige Bauweise mit geschlossenen Deckschichten erzielt zudem sehr gute Wärme-, Feuchte-, Brand- und Schallschutzwerte, da Luftströmungen im Bereich des Bauteils unterbunden werden. Die Elemente weisen außerdem eine sehr hohe Stabilität auf, betont Stiegler: „Man kann das System statisch enorm ausreizen und damit Dinge konstruieren, die vor einigen Jahren im Holzbau noch unmöglich gewesen wären.“
Ein weiterer Vorteil besteht in dem hohen Vorfertigungsgrad. Rohbauten können so in kürzester Zeit fertiggestellt werden. „Ein durchschnittliches Einfamilienhaus ist in zwei Tagen aufgestellt“, sagt Stiegler. „Und auch die Vorlaufzeit hält sich mit durchschnittlich sechs Wochen ab Auftragsvergabe in engen Grenzen.“ Wenn man zudem bedenkt, dass beim Holzbau keine Baufeuchte entsteht und damit auch keine Austrocknungszeiten notwendig werden, lässt sich eine ordentliche Bauzeitverkürzung festhalten.
Nachwachsender Rohstoff
In Österreich wächst jährlich mehr Holz nach als wir nutzen. Als Konstruktionsholz und für den Innenbereich wird vorwiegend heimisches Fichtenholz verwendet.
Für Fassade und Außenbereich bietet sich Lärchenholz an. Es ist harzhältiger als die Fichte, was das Holz widerstandsfähiger und wetterbeständiger macht. Dafür ist es im Innenraum nur bedingt einsetzbar, weil eben die Gefahr von austretendem Harz besteht. Lärchenholz kann außen bedenkenlos unbehandelt verwendet werden, Voraussetzung ist, dass es für den Bauherrn kein Problem darstellt, dass sein Haus mit der Zeit „ergraut“, sagt Andreas Voit: „Die Alternative dazu ist, dass ich das Holz entsprechend behandle.“ Dafür biete der Markt auch schon zahlreiche wirksame Holzpflegemittel auf biologischer Basis an.“

Holz kann was

In Einzelfällen werden auch andere heimische Hölzer verarbeitet, erzählt Voit. In Schlafzimmern greift der Architekt etwa gerne zu Zirbenholz, speziell bei Holzwänden, die nicht verleimt, sondern mechanisch verbunden sind.
Der Trend geht insgesamt jedenfalls in Richtung unbehandelt, das gilt für Innen- und Außenbereich gleichermaßen. Außerdem gebe es da auch noch den baulichen Holzschutz, erklärt Stiegler: „Man muss schon berücksichtigen, dass Holz sinnvollerweise nicht überall eingesetzt wird und dass man ordentliche konstruktive Detaillösungen erarbeitet.“ Zum Beispiel dort, wo das Holz mit dem feuchten Untergrund besser nicht in Berührung kommen soll. „Natürlich wäre es heute durchaus möglich, sogar Keller aus Holz zu bauen, wenn das Holz entsprechend behandelt wird. Ich muss mich aber fragen, ob das sinnvoll ist. Für mich jedenfalls gehört Holz nicht unter die Erde.“
Man müsse den Kunden darüber hinaus auch klar machen, dass es beim Holzhaus eben gewisse Wartungsteile gibt, die in regelmäßigen Intervallen gewartet werden müssten, sagt Stiegler: „Beim Auto ist das selbstverständlich, beim eigenen Haus leider nicht immer.“

Raumklima und Ökobilanz

Dafür sorgen gut gedämmte Bauteilkonstruktionen mit sichtbaren Holzoberflächen zu Oberflächentemperaturen nahe der Raumlufttemperatur und tragen so wesentlich zur Steigerung der subjektiv empfundenen Behaglichkeit bei. Gleichzeitig tragen die große spezifische Feuchte- und Wärmespeicherfähigkeit der eingesetzten Hölzer zur Regulation des Wohnraumklimas bei.
Auch bei der Ökobilanz schneiden die im Holzbau verwendeten Materialien überdurchschnittlich ab. „In puncto graue Energie“, bestätigt Voit, „ist das Holzhaus klar überlegen.“ Brettsperrholz wird aus Nadelholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern hergestellt. Im Vergleich zu anderen massiven Bauweisen benötigt die Herstellung und Bearbeitung von Brettsperrholzelementen nur wenig Energie.
In Kombination mit der Verwendung natürlicher Dämmstoffe – etwa Mineralwolle und Steinwolle – oder gar biologischer Dämmmaterialien wie Flachs oder Schafwolle ist auch eine spätere Entsorgung bzw. Verwertung der Baustoffe deutlich unproblematischer als etwa bei der Styropor-EPS-Dämmung. Das mag zwar im Zuge der Investitionsentscheidung noch ferne Zukunftsmusik sein. Verantwortungsbewusste Bauherren denken aber schon heute an die möglichen generationsübergreifenden Spätfolgen ihrer Entscheidungen.                 vw

Was Holz als Baustoff wertvoll macht

  • Natürlichkeit und Umweltfreundlichkeit
  • Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, wenig Energieaufwand bei der Erzeugung
  • Schafft gesundes Wohnklima, keine Schadstoffe
  • Der angenehme Geruch verbessert die Raumluftqualität.
  • Die natürlichen braun-rot-gelben     Farbtöne beruhigen strapazierte Augen.
  • Gute Wärmedämmung, angenehme Oberflächentemperatur
  • Speichert Feuchtigkeit, bindet Luftschadstoffe
  • Wärmedämmend und energiesparend
  • Langlebig
  • Kurze Bauzeit
  • Keine lästige Baufeuchte
  • Leicht und präzise bearbeitbar

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