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Ausbau der präventiven Gesundheitsförderung

In einer Zeit des demografischen Wandels und des Auftretens chronisch-degenerativer Krankheiten ist die Kur zur Erhaltung und Festigung der Gesundheit der Bevölkerung besonders wichtig.


Foto: Alpentherme Gastein

Die österreichischen Kurorte bieten als Kompetenzzentren für Gesundheit neben traditionellen Anwendungen der örtlichen Heilvorkommen und physikalischen Therapien vor allem Präventionsangebote zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Lebensstiländerung an. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Wellness-, Sport- und Kulturangeboten in schöner Umgebung und frischer Luft. Die österreichischen Seen, Berge und Wälder bieten viele Möglichkeiten zum Erholen und für Aktivitäten.

Resolution an die Bundesregierung

Österreich investiert im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zu viel Geld in die Reparaturmedizin und zu wenig in Prävention und Gesundheitsförderung. Lediglich 1,8 % des Gesundheitsbudgets werden für Prävention aufgewendet. Der Österreichische Heilbäder- und Kurorteverband (ÖHKV), die private Interessensvereinigung der Kurorte, Kur- und Kneippbetriebe, Heilbäder und Thermen in Österreich, fordert von der neuen Bundesregierung ein Umdenken und eine stärkere Berücksichtigung des Präventionsgedankens. Anlässlich seiner letzten Jahrestagung im Oktober 2013 in Bad Hofgastein wurde eine Resolution beschlossen, in der der „Ausbau der medizinischen Kur als Teil der präventiven Gesundheitsförderung“ und die „Schaffung steuerlicher Anreize für individuelle, medizinische Präventionsmaßnahmen“ gefordert werden. Dies würde auch dem Ziel „Länger leben bei guter Gesundheit“, einem der Kernziele der Gesundheitsreform 2013, entsprechen.

Broschüre „Kur, Therme, Kneipp in Österreich“

Auch heuer wieder hat der ÖHKV die Broschüre „Kur, Therme, Kneipp in Österreich“ aktualisiert. Kernstück ist die Übersicht über die wichtigsten Kurorte und deren Kurbetriebe, die Art des natürlichen Heilvorkommens (Heilwasser, Moor, Luft, Heilstollen etc.) sowie ein Überblick über die wichtigsten Indikationen (Atemwege, Bewegungsapparat, Augen-, Haut-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologische Erkrankungen, Kneipp etc.). Die Broschüre kann direkt im Verbandssekretariat kostenlos angefordert werden und ist auch elektronisch abrufbar.

Wie kommt man zu einer Kur?

Wer nicht als Privatkurgast zur Kur fahren, sondern die Leistungen der Sozialversicherung/PVA in Anspruch nehmen will, muss über seinen behandelnden Arzt, vornehmlich Hausarzt, einen Antrag zur Genehmigung mit entsprechender Begründung bei seiner zuständigen Sozialversicherung stellen. In diesem Antrag kann eine bevorzugte Kuranstalt angeführt werden, oder die Zuweisung erfolgt nach der Genehmigung durch den SV-Träger. Entsprechende An-tragsformulare liegen in den Ordinationen auf oder sind über die Homepage des zuständigen SV-Trägers bzw. beim ÖHKV abrufbar.

Auf der Homepage des ÖHKV finden Sie aktuelle Informationen über den Verband sowie diverse Begriffsbestimmungen. Es besteht auch die Möglichkeit, nach Indikation den für den Patienten geeigneten Kurort bzw. die entsprechende Kur- und Kneippeinrichtung zu suchen. Weiters können Sie über diverse Links die wichtigsten Institutionen wie Sozialversicherungsanstalten etc. erreichen. Im Downloadbereich steht unter anderem ein Gesamtverzeichnis der österreichischen Heilbäder, Kurorte und Kneippkurbetriebe mit allen Indikationen und Heilvorkommen zur Verfügung.

ÄrzteInfo

Österreichischer Heilbäder- und Kurorteverband
Wiedner Haupstraße 120-124/4/444
1050 Wien, Tel.: 01/5121904
info(at)oehkv.at, www.oehkv.at